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  <title>Innenleben</title>
  <subtitle>Das Innenleben von ZUM Punkt</subtitle>
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  <updated>2012-02-16T15:49:00+01:00</updated>
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    <title>Pflichtbewusstsein</title>
    <content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p>Dies ist eine Aufstellung mit einer Kundin, der zusammen mit ihrem Mann ein Unternehmen aus der Lebensmittelbranche gehört. Die Aufstellung liegt einige Monate zurück.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie kam mit dem Anliegen, dass sie es nicht schafft sich abzugrenzen gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden wie auch ihren Mitarbeitern. Dies führte bei ihr immer wieder zu Unzufriedenheiten, weil es ihr schwerfällt "Nein" zu sagen. Eine weitergehende Folge ist die Tatsache, dass sie sich für alles verantwortlich fühlt und dadurch sehr häufig ein Berg von zu erledigenden Arbeiten vor ihr auftürmen, wodurch eine Überforderung und schlechte Laune bei ihr hervorrufen wird.</p> <p>&nbsp;</p> <p>In der Aufstellung gingen wir einige Generationen in der mütterlichen Linie zurück. Als Grundmuster, welches sich durch die Ahnenlinie zog, kam ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein bei den weiblichen Mitgliedern der Familie zum Vorschein. In diesem Sinne bestand bei den Frauen der Familie keine Freiheit nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu handeln, sondern es war vorgegeben, was man zu tun und zu lassen hat. Es wurde deutlich, dass die Kundin diesem Verhalten folgt und sie sich bisher außer Stande sah, dies zu verändern, obwohl ihr Leben als gesamtes und im besonderen in ihrem Unternehmen dadurch sehr beeinträchtigt wurde. </p> <p>&nbsp;</p> <p>Durchzieht ein Muster mehrere Generationen, so wird dies zu einem kollektiven Muster, welches sehr machtvoll ist und nachfolgenden Generationen oft nicht erlaubt, den Weg ihres eigenen Herzens zu folgen. Gegen Kollektivmuster anzugehen fällt dem Individuum oft sehr schwer und es steht dem Nachkommen als ein Verbot das eigene Glück zu erfahren, entgegen.<br />In der gemeinsamen Arbeit begegnete die Kundin dieser kollektiven Kraft und es wurde deutlich, dass sie in sich eine tiefe Angst erlebte, nicht dazuzugehören, wenn sie ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen folgt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass es ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist, dazuzugehören. Sollte er in eine Position kommen, wo er dieses verliert oder es in Frage gestellt wird, kommt das persönliche Gewissen zum Tragen, was verhindert, dass er gegen das Kollektiv handelt - sei es gerechtfertigt oder auch nicht. Dadurch entsteht oft ein persönlicher Druck, Leere oder eine tiefe, unerfüllte Sehnsucht. Erst mit der Erlaubnis des Kollektives, dem eigenen Herzen folgen zu dürfen, entsteht die Freiheit der Selbstverwirklichung und des Glückes. Dies zu bewirken ist eines der Anliegen einer Systemischen Aufstellung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Innerhalb der Aufstellung der Kundin begegneten wir den Ahninnen, die in die Konzepte und Programme von Pflicht, Selbstaufgabe und Verneinung der eigenen Persönlichkeit eingebunden waren. Durch verschiedene Prozessschritte in der Aufstellung löste sich das systemische Muster in den vorherigen Generationen, bis der Punkt kam, an dem die Kundin die Erlaubnis bekam, ihrem eigenen Herzen zu folgen. Dies rief eine tiefe Erleichterung in ihr hervor.</p> <p>&nbsp;</p> <p>In einem weiteren Schritt begegnete sie ihrem Bruder, der vor ca. 20 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Im ersten Moment war dies sehr schmerzhaft und noch nicht angenommene und ungelebte Gefühle stellten sich ein. Unter anderem wurde deutlich, dass sie aus Liebe zu ihm, darauf verzichtete, ihr eigenes Leben vollkommen auszuschöpfen, um etwas Gutes und Schönes daraus zu machen.<br />Solch eben beschriebene unbewussten Vorgänge geschehen sehr häufig. Stirbt ein Geschwesterkind, so stellen sich die überlebenden Kinder tief in ihrem Innern häufig die Frage: "Warum du und nicht ich?" Daraus erwächst das Gefühl, das eigene Leben nicht voll und ganz zu etwas Gutem führen zu dürfen, denn ich lebe und mein Geschwisterkind muss verzichten. Aus Liebe verzichtet dann auch das überlebende Kind. Dies ist natürlich keine Lösung.<br />In einem nachfolgenden Schritt erlebte die Kundin in der Begegnung mit ihrem Bruder in diesem Punkte eine Lösung und eine weitergehende Erleichterung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>In einem späteren Kontakt erzählte mir die Kundin, dass sie sich insgesamt wesentlich freier, unabhängiger und viel intensiver mit sich selbst verbunden fühle. Dies bedeutet für sie, dass sie in ihrem gesamten Handeln, privat wie beruflich, klarer und deutlicher ist und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen den entsprechenden Raum gibt, wodurch sie ihr Leben als freudiger und erfüllter erfährt.</p></div></content>
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    <updated>2012-02-16T15:49:00+01:00</updated>
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    <author><name>Frank</name></author>
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    <title>Sebastian und sein ICH - Fortsetzung</title>
    <content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p>Bei Systemischen Aufstellungen, wie ich sie anwende und lebe, gibt der Kunde / Klient den Systemmitgliedern bzw&nbsp; -aspekten stellvertretend durch Bodenankern im Raum einen Platz, wodurch sie einen sichtbaren Ausdruck bekommen und erste Einblicke in die Beziehungen zueinander offensichtlich werden. Im nächsten Schritt (es gibt natürlich auch Ausnahmen, in denen dieser Schritt der dritte, vierte oder gar fünfte Schritt ist) stelle ich mich als der Berater an die Positionen der Stellvertreter und gebe die Eindrücke, die ich bekomme wieder. Diese Eindrücke können als Emotionen, Gedanken, Bilder, Körperempfindungen oder andere Sinneswahrnehmungen wie Geräusche oder Gerüche, auch wenn diese seltener vorkommen, auftreten. Spätestens ab diesem Punkt, oftmals schon vorher, werde ich als Berater, zu dem für das ich stellvertretend stehe. Dies bedeutet, dass ich, Frank Schwab, vollkommen zugunsten des Systems (Familie, Beziehungssystem, Unternehmen, usw.) oder der Seele des Kunden/Klienten zurücktrete und in deren Dienst agiere. Aber keine Angst, ich bin dann nicht von fremden Seelen oder Personen besetzt und werde, wenn ich es will, wieder sehr schnell zu Frank Schwab, der sein eigenes Leben mit all seinen eigenen Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse, Verstrickungen und das, was ein Leben ausmacht, erfährt. Dies als Anmerkung nebenbei, denn ich werde immer wieder gefragt, ob mich die ganzen Erfahrungen, die ich für und mit den Menschen als Kunden oder Klienten mache, nicht belasten oder mir Kräfte rauben. Nein, es ist nicht so. Und falls Du, liebe Leserin oder lieber Leser, zufällig ein Kunde oder Klient von mir sein solltest, sei entspannt und angstfrei: Mir geht es gut während und in Deiner Aufstellung, und danach auch. </p> <p>&nbsp;</p> <p>Es ist übrigens auch ein Charakteristikum des Lebens: Wenn wir voll und ganz zu dem werden, was wir tun und was wir wirklich sind, vergessen wir die Zeit, sind erfüllt und nebenbei noch erfolgreich. Warum? Weil wir wieder zu Kinder geworden sind! Und als Kinder waren wir schon immer Prinz oder Prinzessin, Ritter oder Held, und haben auch immer schon Frösche geküsst. Manchmal mussten wir das auch heimlich tun, weil Frösche küsst <strong>man</strong> nicht. Das kommt nur in Märchen vor. </p> <p>&nbsp;</p> <p>Während der ersten Phase erleben meine Kunden/KlientenInnen die Aufstellung von außen betrachtend, d.h. sie sitzen in der ersten Reihe (wie wir ja wissen, sitzt der Mensch in der ersten Reihe am besten und sieht am meisten <img title="Zwinkernd" src="http://www.ent-wicklungen.de/plugins/tinyMCE/plugins/emotions/img/smiley-wink.gif" border="0" alt="Zwinkernd" />).</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sebastian ohne sein ICH gab den Aspekten, wie sie in der Sitzung am 19.07.2011 ausgewählt wurden, einen Platz im Raum ganz nach seinem gegenwärtigen Gefühl. Anschließend nahm ich die verschiedenen Stellvertreterpositionen ein. Die Gesundheit stellte sich bald in die Mitte und blieb da ruhig und gelassen stehen (an den verschiedenen Plätzen nehme ich immer wieder Bewegungsimpulse wahr; was diese bedeuten, dazu später mehr). Die Spiritualität blieb am Rande, auch recht ruhig, ohne einen Kommentar abzugeben. Beruf hatte auch noch nicht viel zu sagen und Geld drehte sich, um den Blick auf etwas zu lenken, was sich außerhalb des Aufstellungskreises befindet. Bei Beziehungen und Familie waren keine weitergehenden Impulse, bei Partnerin eine starke Kraft sich zu einer unbekannten Person zu drehen und sie im Fokus zu halten. Unbenannt richtete seine Aufmerksamkeit Richtung Partnerin aus, weshalb ich dieser Aufmerksamkeit folgte.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Partnerin schaute auf Sebastian und war traurig, dass sich seine Männlichkeit nicht in dem Maße ausdrückt, dass sie etwas davon hat. Auf dem Platz von Sebastian war ebenfalls eine Traurigkeit zu finden. Doch seine Aufmerksamkeit ging sehr schnell Richtung seines Vaters. Von diesem Platze aus ging der Blick Richtung der männlichen Vorfahren der Familie. Sein Vater fühlte sich klein und schwach. Bei den männlichen Vorfahren war ein allgemeines Schuldgefühl gegenüber Frauen. Dieses Schuldgefühl führte dazu, dass sich die Männer klein, ohnmächtig und gehemmt fühlten. Zusätzlich kamen mehrere Frauen mit in die Aufstellung und bildeten insgesamt das Kollektiv der Frauen. Sehr schnell stellte sich eine Spannung zwischen den Männern und Frauen ein. Die Männer schienen etwas getan zu haben, was den Frauen einen Schaden zufügte, wodurch die Männer im Kollektiv ihre Kraft zurückgenommen haben. Es war deutlich, dass es den Frauen ein Anliegen war, dass sie in eine Ruhe und in einen Frieden mit den Männern kommen. So begegneten sie sich, in dem die Frauen die Bereitschaft signalisierten, die Vergangenheit ruhen zu lassen und zu verzeihen. Nach einigen Zwischenschritten, vorher verhinderte dies deren Schuldgefühle, war es den Männern möglich, ihr Bedauern über das Vorgefallene auszudrücken und sich in einer Geste von tiefer Achtung vor den Frauen zu verneigen. Nach und nach kehrte eine Ruhe ein. Etwas später zogen sich die Frauen zurück und bei den Männern war eine deutliche Erleichterung zu spüren. Danach wendeten sich die Männer zu Sebastians Vater und gaben ihm und seinen Nachkommen die Erlaubnis, frei von der Schuld ihrer Vorfahren zu leben und auch die Erlaubnis, ihrer ureigensten männlichen Kraft zu folgen. Der ältere Bruder von Sebastian kam mit hinzu. Der Vater von beiden schaute zu seinen Söhnen und sagte ihnen, dass es ihm leid tue, dass er ihnen nicht das gegeben habe, was sie von ihm gebraucht hätten, nämlich Anerkennung und ein starkes männliches Vorbild. Er wüsste nicht, ob es sich bei ihm selbst noch erfüllen würde, doch sie hätten die Erlaubnis, ihrem Herzen zu folgen, auch ihren Männerherzen. Der Bruder stellte sich neben Sebastian, drehte sich zu ihm und sagte ihm, dass er sich keine Sorgen um ihn machen müsse, ihm ginge es gut (der Bruder ist vor mehreren Jahren verstorben). Und er würde weiterhin sein Bruder bleiben. Danach drehte er sich zu den Frauen seines eigenen Lebens und bedankte sich bei ihnen für das, was er von ihnen erhalten habe und betonte, dass das Schwere, was von ihm kam, seiner Verantwortung unterliege und er diese Verantwortung trage. Sebastian hatte weiterhin seinen Bruder im Blick und fühlte sich nun als kleiner Bruder, was angemessen war, denn er ist tatsächlich der kleine Bruder. Aber gleichzeitig war das Gefühl vorhanden, dass noch jemand fehlt, eventl ein Geschwisterkind. Sebastian wusste nichts von einem weiteren Geschwisterkind (was nichts bedeutet, denn oftmals erzählen die Eltern aus unterschiedlichen Gründen nicht all das, was geschehen war). Der Vater zog sich dann mit einem Wohlwollen von seinen Söhnen zurück. Zwischenzeitlich war der Sohn von Sebastian in die Aufstellung getreten und bekam von Sebastians Vater ebenfalls die Freigabe für sein Männerherz. Sebastian wendete sich dann zu seiner Partnerin. Sie gingen in eine innige Umarmung, in der sie längere Zeit verharrten. Anschließend ging die Partnerin erleichtert zu den anderen Aspekten von Sebastian zurück. Es war deutlich, dass es für sie in den nächsten Schritten darum geht, einen Platz im Gesamtleben von Sebastian zu bekommen. Bis zum heutigen Tage (dem Tag der Aufstellung) herrschte bei ihm eine Unklarheit vor, welchen Platz eine Frau in seinem Leben einnimmt.&nbsp; Dies brachte ihn in der Vergangenheit in Konflikte zu seinem Beruf, zum Geld und auch zu seiner Spiritualität. Der Konflikt äußerte sich dahingehend, dass es für ihn schwierig war, eine Partnerin mit seinem Beruf und Spiritualität zu vereinbaren. Diese Unvereinbarkeit, die er in sich getragen hatte, war ihm lange Zeit nicht bewusst. Er bemerkte diese vor allem dadurch, dass er in seinem Beruf erfolgreicher war in Zeiten ohne feste Partnerin und sobald er in einer Bindung lebte, verlor er in seiner beruflichen Tätigkeit Kraft, was sich auch wirtschaftlich auswirkte. <br />Ein wichtiger Schritt für den Platz einer Frau an seiner Seite ist gemacht. Man darf auf seine nächsten Schritte gespannt sein. Die Arbeit mit Sebastian geht weiter.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Wie sich in der Aufstellung von Sebastian zeigte, scheint es bei seinen männlichen Vorfahren Vorkommnisse und Ereignisse gegeben zu haben, die zum Schaden von einer oder mehreren Frauen waren. Je nach Schwere und Intensität des Vergehens, hinterlässt dies mehr oder weniger starke Spuren, nicht nur bei den Beteiligten, sondern auch generationenübergreifend. Das heißt, dass nachfolgende Generationen, in Sebastians Falle vor allem die Männer, an der Schuld der Vorfahren tragen und leiden. Dies zeigt sich z.B.&nbsp; in dem die eigene Männlichkeit blockiert wird, damit sie keinen Schaden für andere Menschen anrichten kann. Dies geschieht in der Regel unbewusst und hat negative Auswirkung auf alle Lebensbereiche, denn es fehlt dem Menschen ein wichtiger Persönlichkeitsanteil. Wird die Schuld wieder an den Mann oder die Männer, wo sie ursprünglich entstanden ist, zurückgegeben, was ohne weiteres möglich ist, so hat dies tiefgreifende positive Auswirkungen, die sich in der Gesamtheit des Lebens bemerkbar machen.</p> <p>&nbsp;</p> <p> Ist im umgekehrten Falle ein Verbrechen oder eine Handlung zum Schaden an einer Frau aus vorherigen Familiengenerationen geschehen, passiert es sehr häufig, dass nachfolgende Frauen aus der Familie ein Misstrauen oder unbewusste Ängste gegenüber Männer in sich tragen und diese auch leben. Dies hinterlässt negative und ungewollte Wirkungen auf die eigenen Beziehungen der Frau, weil die Muster aus vorherigen Generationen sich wiederholen und zu neuem Leben erwachen. Auch in diesem Falle ist es wichtig, dass das Geschehene wieder dahin zurückkehrt, von woher es gekommen ist.</p></div></content>
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    <updated>2011-07-31T16:36:00+02:00</updated>
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    <author><name>Frank</name></author>
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    <title>Sebastian und sein ICH</title>
    <content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p>Ein Kollege von mir, der ebenfalls aus der Beratungsbranche kommt, und für den ich 2-3x jährlich in Supervision tätig bin, bat mich, mit ihm zusammen eine Bestandsaufnahme seines Lebens zu machen. Bestandsaufnahme heißt in diesem Zusammenhang, zunächst einen Blick in alle seine Lebensbereiche zu werfen, um bewusste wie auch unbewusste Blockaden zu identifizieren und diese in gute Lösungen zu bringen. Dieser Kollege mit Vornamen Sebastian ist Mitte 40 und sagt selbst, dass es ihm in seinem Leben gut ginge und er in den letzten Jahren viele Probleme, die sich wie ein roter Faden durch sein Leben zogen, lösen konnte und ihn dies zu einer besseren Lebensqualität gebracht hat. Jedoch hat er immer wieder den Eindruck, dass er nicht in seiner vollen Kraft ist und sein Potential noch nicht völlig ausgeschöpft hat.</p> <p>&nbsp;</p> <p>In der ersten Sequenz unserer gemeinsamen Sitzung wurden die Aspekte, die für die Beratung wichtig und von Bedeutung sind, kinesiologisch ausgetestet und im Gespräch und in der nachfolgenden Aufstellung mit ihm berücksichtigt. Folgende Lebensaspekte kamen zum Tragen: Gesundheit, Partnerin, Beziehungen allgemein, Beruf, Geld, Familie, Spiritualität und Unbenannt. In dem nachfolgenden Gespräch erzählte er mir kurz zu jedem Lebensaspekt das Wesentliche.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Bei Systemischen Aufstellung arbeite ich mit Bodenankern. Bodenanker sind Blätter, die mit dem Namen der Personen, Anliegen, Unternehmensbereiche, usw, beschriftet werden. Sie dienen als Stellvertreter. Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, besteht unser Leben aus Beziehungen und die Qualität unserer Beziehungen bestimmt die Qualität unseres Lebens. Systemische Aufstellungen bieten die Möglichkeit, die Qualität der Beziehungen sichtbar zu machen und in weitergehenden Schritten&nbsp; in einen guten Fluss zu bringen, was das Leben erleichtert und verbessert.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Zu der Auswahl der Aspekte von Sebastian möchte ich noch Folgendes hinzufügen: Das „Unbenannte“ nehme ich im Kontext des gesamten Lebens oder in Unternehmensberatungen immer mit hinzu, denn es weist auf die Dinge hin, die fehlen und die eine Bedeutung für die weiteren Schritte haben. <br />Auffällig ist, dass bei Sebastian das ICH fehlt. Beim ICH geht es immer um den Kunden oder den Klienten, der mit einem Anliegen zu mir kommt und der in der Aufstellung natürlich eine Berücksichtigung findet. In manchen Fällen nehme ich das ICH des Kunden/Klienten nicht mit hinzu, weil es der weiteren Entwicklung im Wege steht. Dies entscheide ich jedoch nicht willkürlich, sondern der kinesiologische Test zeigt dies an. Das „Ich“ sucht nach Liebe, Zuwendung, Anerkennung, Erfüllung, etc, im Außen, statt es im eigenen Innern zu erleben. Für die Verwirklichung der Herzenserfüllung ist es sinnvoll, wenn sich das Ich mit seinem Wollen und seinem Sehnen zurückzieht und es dem Leben und der Kraft des Lebens überlässt, die Vollkommenheit zu finden. Dadurch kommt die wahre Bestimmung des Menschen zum Ausdruck und vieles geht leichter, einfacher und ist vor allem perfekt. Und die Ergebnisse kommen müheloser!</p> <p>&nbsp;</p> <p>Über die ersten Schritte von Sebastian ohne sein ICH, erfährst Du am kommenden Montag (ich benachrichtige Dich darüber über den nächsten Newsletter).</p></div></content>
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    <updated>2011-07-19T15:05:00+02:00</updated>
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    <author><name>Frank</name></author>
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    <title>Einleitung zum Innenleben von Z.U.M. Punkt</title>
    <content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p> <p><br />im Innenleben von Z.U.M. Punkt erlebst Du das, was täglich, leibhaftig und live in den Beratungen von Unternehmen und Klienten zu finden ist – zumindest bei Z.U.M. <em>Punkt</em>. Das heißt es werden Beratungsfälle geschildert, die Gesetzmäßigkeiten menschlicher Beziehungen innerhalb von Unternehmen wie auch im Privatleben bestimmen. Beziehungen bestimmen das Leben und die Qualität der eigenen Beziehungen entscheidet über Wohlbefinden oder Leid, Erfolg oder „scheinbaren“ Misserfolg im Leben – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext.</p> <p><br />In diesem Sinne erfährst Du nicht nur, wodurch Beziehungen beeinträchtigt oder in ihrem Fluss gestört werden, sondern auch Lösungen, damit das Leben, im günstigen Falle auch Dein Leben, leichter und erfüllter wird. Auch wenn Du selbst Berater bist, kannst Du Nutzen aus meinen Erfahrungen ziehen, sofern es für Dich sinnvoll ist.</p> <p><br />In diesem Zusammenhang will ich nicht verschweigen, dass es nicht nur Lösungen (auch wenn diese weitaus in der Überzahl zu finden sind) innerhalb einer Beratung oder eines Beratungszykluses gibt, sondern auch Fälle, deren Ergebnisse nicht das erhoffte Ergebnis brachten. Die AufLösung, weswegen die Resultate unbefriedigend waren, für den Kunden/Klienten und für mich, haben sich zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt oder eben gar. Auch einen Teil dieser Erfahrungen wirst Du im Innenleben von Z.U.M. <em>Punkt</em> finden.</p> <p><br />In den Falldarstellungen erfährst Du teilweise Lebensgeschichten, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann. Bei manchen Ereignissen im Leben eines Kunden oder Klienten dachte ich, dass so etwas nur in Büchern oder Filmen vorkommen könne, doch ich war und bin noch immer überrascht, wie vielseitig, beglückend und ereignisreich, aber auch tragisch und leidvoll ein Menschenleben oder eine Familiengeschichte sein kann. Doch dass was wirkt wird zur Wirklichkeit und die Wirklichkeit wartet darauf, dass sie neu geschrieben wird.</p> <p><br />Ich möchte noch betonen, dass die geschilderten Fälle und Erfahrungen nur einen Auszug aus meiner Beratungstätigkeit darstellen, also nicht die Vollständigkeit meiner Beratungen wiederspiegeln.</p> <p><br />Du erlebst aber auch viel von dem Alltagsleben von mir als Berater, meine Eindrücke, meine eigenen Herausforderungen, meine Stärken, und vielleicht so manches Mal auch meine Schwächen. Denn auch diese gehören dazu: „Nobody is perfect“.</p> <p><br />Die Beratungsbeispiele sind so gehalten, dass die Anonymität der Kunden und Klienten gewahrt bleibt. Konkret heißt das, dass die Namen verändert und Wohnorte&nbsp; nicht erwähnt wurden. Auch wurden sie zeitlich versetzt im Innenleben von Z.U.M. Punkt aufgenommen bzw. dargestellt, d.h. die Fallbeschreibung mit dem angegebenen Datum hat einige Wochen oder Monate vorher stattgefunden. </p> <p><br />In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Kunden und Klienten für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und ihren Wunsch, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, danken. Das hat nicht nur für sie Früchte zum Reifen und zur Ernte gebracht, sondern hat mir selbst viele Erkenntnisse über das Leben und über das Funktionieren von Beziehungen im Besonderen und Allgemeinen geschenkt. Auch darüber bin ich sehr dankbar. Die gesammelten Erkenntnisse, so wie sie bei den einzelnen Falldarstellungen beschrieben wurden, werde ich später zusammenfassend an anderer Stelle veröffentlichen. </p> <p>&nbsp;</p> <p>Und nächste Woche geht es mit der Beschreibung eines Falles los. Du darfst gespannt sein.</p></div></content>
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    <updated>2011-06-30T08:25:00+02:00</updated>
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    <author><name>Frank</name></author>
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